Der Knigge-Blog von Carolin Lüdemann

Hier finden Sie außerdem den Knigge-Blog von Carolin Lüdemann. Dieser Blog ist der beste Beweis dafür, dass gute Umgangsformen keineswegs angestaubt sind, sondern Tag für Tag gelebt werden:

 

 

WAS IST EIN KOMPLIMENT - UND WAS NICHT?

06. Februar 2013: In den letzten Tagen werde ich häufig gefragt, woran man denn ein "stilvolles" Kompliment erkennt bzw. wann man sich sicher sein darf, dass der Adressat das Kompliment auch als solches erkennt. Offensichtlich hat Rainer Brüderle mit seinem Spruch gegenüber einer Journalistin, in welchem er die körperlichen Vorzüge der Dame überbetont, so manchen unsicher gemacht. 

Ein Kompliment zeichnet sich dadurch aus, dass es beim Gegenüber Freude und positive Empfindungen auslöst. Eine Belästigung liegt vor, wenn sich der Gegenüber in Verlegenheit gebracht oder peinlich berührt fühlt. Von verbaler sexueller Belästigung sprechen wir, wenn dabei Geschlechtsmerkmale hervorgehoben werden.

Um das eine vom anderen zu unterscheiden, sollten wir uns fragen, ob wir den Spruch auch sagen würden, wenn neben uns der Vorgesetzte oder die eigene Mutter stehen würde. Und ob man es in Ordnung fände, wenn dieser Satz gegenüber der eigenen Tochter fallen würde. 

Sind diese Fragestellungen mit "ja" zu beantworten, scheint die Bemerkung so harmlos zu sein, dass sie gefahrlos ausgesprochen werden kann und als Kompliemnt gelten darf.

 

Dresscode bei der Hochzeit

08. Juli 2012: Bloß nicht in Weiß... das gilt zumindest für die Gäste des Festes. Denn die Farbtöne „weiß“ oder „creme“ für die Kleidung bleiben allein der Braut vorbehalten. Etwas schwieriger wird es, wenn die Braut sich für ein kurzes Kleid entschieden hat. Dann nämlich darf keine der anwesenden Damen ein längeres Kleid tragen. Von der Farbwahl her dürfen geladenen Damen heutzutage sogar auf einen schwarzen Dress zurückgreifen. Was früher als eine Farbe der Trauer bei festlichen Anlässen verpönt war, darf heute mit farbigen Akzenten aufgepeppt und somit hochzeitstauglich variiert werden. Die Herren liegen mit einem schwarzen oder anthrazitfarbenen Anzug, einem weißen Hemd und einer dezent gemusterten Krawatte stets richtig. Sollte in der Einladung der Dresscode „black tie“ gewünscht werden, so erscheint „mann“ jedoch keinesfalls in einer schwarzen Krawatte, sondern bemüht den festlich-eleganten Smoking. Von wagenradgroßen Hüten ist den Damen abzuraten: diese bergen ebenfalls die Gefahr, der Braut die Show zu stehlen und sind damit für Hochzeiten tabu. Im Übrigen sind die Damen bei der Wahl der Kleidung relativ frei: sowohl ein eleganter Hosenanzug als auch ein schickes Kleid sind erlaubt. Insbesondere bei einer kirchlichen Hochzeit gilt jedoch keinesfalls die Devise „weniger ist mehr“: Schultern sollten bedeckt werden, Ausschnitte nicht zu verführerisch sein und Röcke mindestens knielang ausfallen.

Danke...

12. März 2012: Wann und warum bedanken wir uns eigentlich? Manchmal besonders aufrichtig, wenn uns jemand in dringenden Fällen ein Taschentuch reicht; manchmal gedankenverloren, wenn es nebenbei geschieht; manchmal, wenn uns jemand die Tür aufhält... und da geht es schon los. Ich meine nämlich, dass wir uns pflichtgemäß öfter bedanken, wenn wir jemanden kennen: Hilft uns der Kollege, ist selbstverständlich ein Dank angemessen. Hält uns dagegen ein anonymer Passant in der Innenstadt die Tür auf, bleiben die Lippen schneller mal verschlossen. Seltenheitswert hat zum Beispiel auch der "Dank" durch Handheben, wenn man beim Autofahren einen anderen Wagen vor sich hat einfädeln lassen. Klar, hier bewegen wir uns in der absoluten Anonymität; wir können den Fahrer vor uns ja nicht mal richtig sehen... Schade eigentlich, wie wäre es mit ein paar guten Taten mehr am Tag? Zum Beispiel, indem wir einmal mehr "Danke" sagen...

Sympathisch - oder unsympathisch?

18. Dezember 2011

Fragen Sie sich auch manchmal, warum Sie jemanden auf Anhieb sympathisch finden und einen anderen Menschen wiederum fast ebenso schnell unsympathisch?

Untersuchungen zeigen, dass wir Menschen sympathisch finden, die uns ähnlich sind. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um Ähnlichkeiten in Charakter, Herkunft, Lebensstil oder Meinungsbildung handelt. Denn Gemeinsamkeiten machen sympathisch und wecken unser Vertrauen.

Das kann manchmal auch zu fast schon irrationalen Handlungen führen, wie die Untersuchungen zeigten: Nehmen wir einmal an, Ihr Name sei „Sabine Müller“. Nun bekommen Sie als „Sabine Müller“ einen Brief, in dem Sie um eine Spende gebeten werden. Einmal ist der Absender des Briefes ein „Manfred Schmitz“, ein anderes Mal kommt die Spendenaufforderung von „Sandra Müller“. Wem würden Sie wohl eher Geld spenden? Herrn Schmitz oder Frau Müller? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Frau Müller Ihre Spende zukommen lassen, ist sehr viel höher. Aufgrund der Namensähnlichkeit ist sie Ihnen schlichtweg sympathischer – obwohl Sie diese Frau Müller persönlich gar nicht kennen....

Was bedeutet das für unseren Alltag? Ohne Ihrem Gegenüber etwas vorspielen zu wollen: In Gesprächen beispielsweise ist es ratsam und schlichtweg erfolgversprechender, sich mit seinen Mitmenschen über Gemeinsamkeiten und über Positives auszutauschen. Gemeinsamkeiten bestehen zum Beispiel auch darin, dass man zur gleichen Zeit am gleichen Ort weilt, dem gleichen Vortrag lauscht, das gleiche Theaterstück angesehen hat. Bevor Sie sich über Krankheiten oder Katastrophen unterhalten, umgeben sie sich lieber mit Menschen, die positiv sind und Erfreuliches erzählen, als mit solchen, die schlechte Nachrichten überbringen. Wir verknüpfen den Charakter eines Menschen mit dem, was er uns erzählt und hegen schneller eine Abneigung gegen Menschen, die uns schlechte Nachrichten übermitteln...

Der Geschenke-Knigge

28. November 2011

"Darf man Second-Hand-Produkte verschenken?", fragte mich kürzlich die SWR3-Morningshow. Die Antwort "Ja, man darf – vorausgesetzt, der Beschenkte hat eine Affinität zu Second-Hand oder zumindest keine Befindlichkeiten damit". Soll heißen: Im Fokus steht stets der Beschenkte und nicht der Schenkende. Ist klar, dass der Beschenkte kein Problem mit gebrauchten Präsenten hat, weil er zum Beispiel selbst gern "aus zweiter Hand" shoppt, so dürfen ihm auch solche Geschenke überreicht werden. Nicht kniggelike ist das Verschenken aus zweiter Hand, wenn man sich damit nur günstig aus der Affäre zieht: Schenken beruht auf dem Prinzip von "Geben und Nehmen"; daher sollten sich die Geschenke beider Seiten im Wert entsprechen.

Tipps gegen Nervosität bei Reden

08. November 2011

„Das Gehirn ist eine wunderbare Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.“ Mark Twain (1835-1910), amerikanischer Schriftsteller

Herzrasen, Übelkeit, Schweißausbrüche, schlaflose Nächte, ein leerer Kopf und zitternde Knie sind bekannte Begleiterscheinungen einer Rede: Die meisten Menschen haben nämlich laut Umfrage mehr Angst davor, eine Ansprache vor Publikum halten zu müssen, als vor dem Tod.

Egal ob es sich um ein Loblied anlässlich Omas 80. Geburtstag oder eine Neujahrsansprache vor Mitarbeitern handelt: Selbst gestandene Manager lassen sich von einem öffentlichen Auftritt in die Enge treiben. Rational gesehen besteht dazu jedoch eigentlich gar kein Grund: Denn schließlich haben die meisten Redner die Messlatte nicht gerade besonders hoch gelegt. Doch genau darin könnte das Problem liegen:

Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie unangenehm es ist, wenn wir jemandem lauschen müssen, der uns mehr zum Gähnen denn zum Applaudieren bringt. Und das wollen wir unserem Publikum nicht zumuten. Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen, das dazugehören möchte. Wer auf der Bühne patzt, läuft Gefahr, ausgeschlossen zu werden. Dass das Angst macht, liegt auf der Hand.

Diese Angst macht uns bei Auftritten einen sauberen Strich durch die Rechnung und hindert uns daran, Spitzenleistung zu zeigen. In Stresssituationen produziert der Körper Adrenalin im Übermaß: In früheren Zeiten ein überlebenswichtiger Mechanismus, der uns schnell fliehen oder kraftvoll kämpfen ließ. Auf einer Bühne dagegen ist viel Kraft in den Muskeln, aber gähnende Leere im Hirn, eher kontraproduktiv.

Da es bei öffentlichen Auftritten nicht möglich ist, das Stresshormon durch eine kleine Joggingrunde durchs Publikum abzubauen, sollte man die folgenden Tricks beherzigen: Wer gezielt einige Muskeln anspannt, zum Beispiel in den Beinen oder im Bauch, wird das unliebsame Adrenalin schneller los. Des Weiteren ist es ratsam, tief durchzuatmen: Wer gestresst ist, hält die Luft an und versorgt sein Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff – verbunden mit dem Adrenalinstoß eine ungünstige Kombination.

Und: In Situationen, die uns nervös machen, sollten wir mit den Zehen wackeln. Das signalisiert dem Gehirn, dass alles in bester Ordnung ist und kein Grund zur Nervosität besteht. Die simple Erklärung: Als Säuglinge haben wir gern und oft mit den Zehen gewackelt. Diese Bewegung ist ein Zeichen für Wohlbefinden und Sicherheit. Auch Jahre später besteht noch diese „Signalleitung“ ins Gehirn, die uns im Handumdrehen auf den Boden der beruhigenden Tatsachen zurückholt.

Wer Lust auf noch mehr Lektüre hat, dem darf ich mein Buch zum Thema "Die Kunst, zu wirken: Wie Sie sympathisch und authentisch überzeugen" empfehlen.

Heute schon ein Kompliment ausgesprochen?

04. Oktober 2011

„Eine Frau ist im Stande, zwei Tage lang von nichts anderem zu leben als von einem hübschen Kompliment.“ sagte einst die französische Schauspielerin Michèle Morgan. Machen wir unserem Gegenüber ein Kompliment, so müssen wir uns um seine Zuneigung nur noch wenig Sorgen mehr machen. Schmeicheleien können wir uns  nur sehr schwer entziehen – und zwar ganz unabhängig davon, ob sie stimmen oder ob wir tief in unserem Innersten Zweifel am Wahrheitsgehalt des Kompliments hegen.

Ein Experiment zeigte, dass wir auf Lobhudelei regelrecht hilflos reagieren: Teilnehmer einer Studie hörten Kommentare über sich aus dem Mund einer einzigen Person, die wollte, dass die Teilnehmer ihr einen Gefallen tun. Einige der Männer hörten nur positive Kommentare über sich, einige ausschließlich negative und die dritte Gruppe bekam eine Mischung aus „gut“ und „schlecht“ zu hören – mit interessanten Ergebnissen: In der Gruppe, in der sich die Person nur positiv äußerte, war sie am beliebtesten– obwohl den Männern sehr wohl bewusst war, dass der Schmeichler Hintergedanken hegte und dass die positiven Kommentare zum Teil „an den Haaren herbeigezogen“ bzw. nicht ganz glaubwürdig waren. Der positive Kommentar brachte stets gleich viel Sympathie ein; ob er nun stimmte oder nicht ...

Ich hoffe doch sehr, dass Sie Ihrem Gegenüber stets irgendetwas Positives abgewinnen können und empfehle Ihnen daher, das Zitat von Johannes Heesters zu befolgen: „Ein Kompliment ist die charmante Vergrößerung einer kleinen Wahrheit.“ Über das Knie brechen müssen Sie keine positiven Kommentare. Aber ermutigen Sie sich, den anderen auf etwas Gutes anzusprechen, wenn Ihnen etwas auffällt! Komplimente machen sympathisch und erfreuen das tägliche Miteinander.

Lästerattacken und ihre Folgen

29. August 2011

Philipp Lahm machte schwarz auf weiß vor, was Mitarbeiter in Unternehmen am besten bleiben lassen: Schlecht über den (Ex-) Chef zu reden. Zu erzählen gäbe jedoch mehr als genug: 88 Prozent der Mitarbeiter halten ihren (Ex-) Chef für schwierig, so eine Studie des Geva-Instituts. Jeder fünfte Befragte gibt sogar an, seinen Chef zu hassen. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich der durchschnittliche Mitarbeiter jede Woche vier Stunden Zeit dafür nimmt, gründlich über den Chef zu lästern. Unangenehme Folgen bleiben dabei nicht aus: Wo Philipp Lahm mit Entschuldigungen und Bußgeld Wiedergutmachung zu leisten versucht, können Angestellte im schlimmsten Fall ihren Job verlieren. Mehr Infos finden Sie in meiner Pressemitteilung.

Neu im Job? Tipps zum Nachhören

18. August 2011

In den letzten Wochen wurde ich sehr häufig von den Medien zum Thema "Neu im Job" interviewt. ZEIT, Playboy, n-tv und Brigitte fragten, wie man sich von Anfang an richtig positioniert und Zugang zu Aufgabengebiet und Kollegen findet. Infos zum gelungenen Start finden Sie daher ab sofort auch in meinem brandneuen Podcast zum Thema. Einfach downloaden, reinhören und im neuen Job glänzen. Übrigens: Auch für "alte Hasen" sind sicher wissenswerte Tipps dabei! Zum Hörbuch "Neu im Job"

Du oder Sie?

18. Juli 2011

Du oder Sie, wie spricht man wen richtig an? Und falls es zum Du kommt, wer bietet wem diese vertrauliche Ansprache korrekt an?

Gerät man in undurchsichtige "Du/Sie-Verhältnisse" (zum Beispiel beim Antritt einer neuen Stelle) fragt man am besten einen Kollegen, wie man sich selbst verhalten soll.

Nach einer Betriebsfeier gilt: Derjenige, der das "Du" in Feierstimmung angeboten hat, entscheidet am nächsten Arbeitstag, ob die Verbrüderung noch gilt: Sei es indem er das „Du“ verwendet oder eben kommentarlos zum altbewährten "Sie" übergeht.

Im Privaten bietet der Ältere dem Jüngeren das „Du“ an. Früher war das anders: Da musste der Mann eine "Abfuhr" riskieren und der Dame das "Du" anbieten. Im Beruf gilt: Unabhängig vom Alter bietet derjenige, der die höhere Stelle im Unternehmen bekleidet (z.B. Chef), das "Du" seinen Mitarbeitern an.

Weitere Infos auch in diesem Artikel der ZEIT

Stilvoll beschweren

14. Juni 2011

Stilvoll beschweren? Geht das überhaupt? Jawohl, das geht! Nicht nur, dass man beim höflichen Kritisieren dem Gegenüber nicht auf die Füße tritt, auch die eigenen Erfolgsaussichten sind um ein Vielfaches besser, wenn man sich mit der Beschwerde nicht zu weit aus dem Fenster lehnt.

  • Absolut "out" ist es, bei Kleinigkeiten gleich nach dem Vorgesetzten oder gar dem Geschäftsführer zu verlangen.
  • Wer im Restaurant das Essen beanstandet, verwendet am besten die Formulierung "Würden Sie das bitte für mich in der Küche reklamieren?" – auf diese Art und Weise wird der Kellner zum "Botschafter", fühlt sich nicht persönlich angegriffen und begegnet dem Beschwerdeführer weitaus entgegenkommender.
  • Wo immer es möglich ist, sollte das persönliche Gespräch gesucht werden – in der schriftlichen Kommunikation per Brief oder E-Mail verdammt sich der Beschwerende zur Passivität und muss abwarten, ob und wann sich die andere Partei meldet; im persönlichen Gespräch dagegen sind schnellere Ergebnisse zu erwarten.
  • Wer eine Reklamation vorträgt kommuniziert am besten in "Ich-Botschaften" wie "ich habe den Eindruck, dass…" oder "nach meinem Dafürhalten…" oder "nach meinem Geschmack…" – der Kunde ist König und ob der Koch sein Essen ebenfalls für zu stark gesalzen hält, spielt absolut gar keine Rolle.

Kurioser Service

26. Januar 2011

Einen ungewöhnlichen Service leisten sich nicht nur Hotels, bei denen man sich von einem Mitarbeiter das Bett vorwärmen lassen kann (siehe unten). Wie hotel.com ermittelte, gibt es weltweit weitere kuriose Service-Angebote für den anspruchsvollen Gast:

Schlaflos an der Themse: Von all den Eindrücken rund um den Buckingham Palace, den Big Ben oder den Tower of London noch vollkommen aufgeregt und schlaflos? Das ist in der britischen Hauptstadt kein Problem. Für schlaflose Reisende wartet das Fünf-Sterne-Hotel Andaz in London mit einem professionellen Gutenachtgeschichten-Erzähler auf. Bei Bedarf lesen und erzählen Journalisten oder Schriftsteller spannende Geschichten bis zum Morgengrauen, einzige Bedingung für die unermüdlichen Teilnehmer ist der Dresscode „Pyjama“.

Geldwäsche in San Francisco: Es muss nicht alles Gold sein, was glänzt, denn im Hotel Westin St. Francis in San Francisco glänzen auch die Pennys. Einen der ungewöhnlichsten und gleichzeitig ältesten Jobs im Hotel hat man in dem Vier-Sterne-Haus an der US-Westküste entdeckt. Bereits seit 1935 leistet sich die First Class-Herberge einen Münzpolierer, der dafür sorgt, dass jedes Geldstück im Hotel blitzblank sauber ist. Die Idee zur legalen Form der Geldwäsche hatte der damalige Hoteldirektor, da er bemerkte, dass die weißen Handschuhe seiner weiblichen Gäste durch das Münzgeld immer leicht verschmutzten. Kurzerhand wurde ein täglicher Waschgang für das Kleingeld angeordnet, der bis heute erhalten geblieben ist...

Gutes neues Jahr

13. Januar 2011

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie in den letzten Tagen "Alles Gute für das neue Jahr" gewünscht bekommen? Wahrscheinlich fast zu oft. Jetzt ist damit aber Schluss. Denn nur bis zum 14. Januar wünscht man seinem Gegenüber das Beste für das neue Jahr. Danach ist das neue Jahr einfach nicht mehr neu genug. Alternativ können Sie in der zweiten Januarhälfte zu Formulierungen wie "Wir haben uns in diesem Jahr noch gar nicht gesehen. Ich hoffe, es hat gut für Sie begonnen." greifen.

Karriere(k)nick Weihnachtsfeier

17. Dezember 2010

Die Briten sind vermutlich Weltmeister in der Disziplin "Betriebliche Weihnachtsfeiern". Insgesamt 45 Stunden lang begießt der durchschnittliche Arbeitnehmer in den Büros auf der Insel den Advent - auf mehrere Tage verteilt. Pro Feierabend trinkt der britische Mann im Schnitt 11 Gläser Wein oder 5 Pints - ein Pint sind 0,57 Liter - Bier. Das haben Wissenschaftler im Auftrag des staatlichen Rundfunksenders BBC ermittelt. Die Folgen: Jeder fünfte Arbeitnehmer meldet sich im Dezember wegen eines "Hangovers" arbeitsunfähig... Na, dann: Oh Du fröhliche... ;-)

Britische Hotels bieten überraschenden Service

26. Juli 2010

Kuschelig warm waren die Betten einer britischen Hotelkette im letzten Winter. Wegen der eisigen Temperaturen bot das Unternehmen einen ungewöhnlichen Service an: Bevor die Gäste zu Bett gingen, konnten sie einen Hotelmitarbeiter bestellen, der sich für einige Minuten unter die Decke legte, um das Bett vorzuwärmen. Zwar fördert eine Temperatur von 20 bis 24 Grad laut Schlafforschern das Einschlafen; die normale Wärmflasche hätte es aber vielleicht auch getan... 

Handy unverzichtbar

11. Juni 2010

Auf ihr Handy könnten einer aktuellen Umfrage zufolge aller 14- bis 29-jährigen Deutschen nicht mehr verzichte. Ohne ihren Partner oder ihre Partnerin hingegen könnte mehr als die Hälfte der Befragten leben....

Telefonieren mit Stil

17. Mai 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

ganz selbstverständlich sind wir fast immer und überall per Telefon erreichbar. Anbei daher ein kleiner Überblick, welche Umgangsformen am Telefon heute zeitgemäß sind:

  • „Guten Tag, Firma Mustermann, Sie sprechen mit Ursula Muster, was darf ich für Sie tun?“ Muten Sie Ihrem Gesprächspartner nicht zu viel des Guten zu! Diese langatmigen Formulierungen haben Callcenter-Charakter und hören sich häufig nicht authentisch an. Besser ist es, sich mit „Firma Mustermann, Ursula Muster, guten Tag“ zu melden. Stets wird (um dem Anrufer die Orientierung zu erleichtern) zuerst der Firmenname und anschließend der Eigenname (am besten Vor- und Zuname) genannt.
  • Der Telefonhörer wird nach dem zweiten Klingelton abgenommen. Nach dem dritten Klingeln sollten Sie spätestens am Apparat sein. Anderenfalls wird der Anrufer ungeduldig.
  • Als Anrufer fragen Sie im Zweifelsfall, ob Ihr Anruf gelegen kommt. Statt der negativen Formulierung „Störe ich gerade?“ wählen Sie die Varianten „Passt es Ihnen gerade?“ oder „Haben Sie fünf Minuten Zeit?“. Nennen Sie zusätzlich den Grund Ihres Anrufs, um dem Angerufenen die Zuordnung zu erleichtern.
  • Derjenige, der angerufen hat, darf auch zuerst auflegen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sein Anliegen wirklich vollständig geklärt werden konnte.
  • Anrufbeantworter werden stets persönlich besprochen und teilen nicht nur mit, dass man mit der Nummer „0170.12345“ verbunden ist.
  • Wer in einem Meeting ist und einen dringenden Anruf erwartet, der teilt das im Vorfeld mit, stellt sein Telefon auf lautlosen Alarm und verlässt zum Telefonieren den Besprechungsraum.

Mit herzlichen Grüßen

Carolin Lüdemann

Professor, Doktor & Co

25. April 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich wurde ich gefragt, ob auf einer Visitenkarte in einer Zeile mit dem eigenen Namen der "Dipl.-Ing." aufgeführt sein muss. Hintergrund war die Auffassung, dass es in diesem speziellen Fall optisch schöner aussehen würde, wenn man den Dipl.-Ing. über den Namen stellen könnte. Umso einfacher die Frage, umso schwieriger die Antwort:

Der Dipl.-Ing. ist ein akademischer Grad (und kein Namensbestandteil) und eine funktionelle Berufsbezeichnung.

Dass Diplom- und Doktorgrade vor dem Namen geführt werden ist üblich, aber nicht eindeutig geregelt. Der Bachelor oder Master werden dagegen üblicherweise nach dem Nachnamen geführt. Auch ist der Dipl.-Ing. nicht exakt dem Dr. gleichzusetzen, so wird die Angabe eines Doktortitels in einem Personalausweis vorgesehen, die Angabe eines Dipl.-Ing. jedoch nicht.

Das Fazit aus Kniggesicht: Der Dipl.-Ing. darf auf der Visitenkarte "über" dem Namen geführt werden, wenn es denn so besser gefällt ;-)

Mit herzlichen Grüßen

Carolin Lüdemann

Darf man aus Höflichkeit lügen?

07. April 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

britischen Experten zufolge spricht der Mensch rund 200 Mal am Tag die Unwahrheit. Doch nicht nur das: Knapp drei Viertel aller Deutschen sind der Meinung, dass in manchen Situationen sogar gelogen werden muss. Und jetzt mal ehrlich: Wer auf die Frage „Wie geht es Ihnen?“ stets mit „danke – gut.“ antwortet, wer sich beim Auspacken über jedes Geschenk freut, wer der unliebsamen Nachbarin einen „Guten Tag“ wünscht und wer bei Einladungen regelmäßig betont, wie gut ihm das Essen schmeckt, der lügt doch zumindest hin und wieder... Weitere Sichtweisen zum Thema "Lügen aus Höflichkeit" finden Sie in meiner Pressemitteilung.

Vielen Dank fürs Interesse!
Carolin Lüdemann

Frohe Ostern

02. April 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein frohes Osterfest und erholsame Feiertage wünsche ich Ihnen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher der "Osterhase" eigentlich stammt? Anbei zwei Erklärungen:

Erstmals schriftlich erwähnt hat ihn der Mediziner Georg Frank von Franckenau im Jahr 1682. Dass der Hase zum Symbol wurde liegt kommt nach der einen Meinung daher, dass im Mittelalter die Steuern traditionell am Gründonnerstag beglichen wurden. Und zwar häufig in Form von Eiern und Hasen.
Nach anderer Meinung ist das Lamm das eigentliche Symbol des Osterfestes. Demzufolge hätte sich der Osterhase aus einem schlecht gezeichneten oder in Form eines Kekses gebackenen Lamm entwickelt. Da während der Fastenzeit der Verzehr von Eiern strikt verboten war und man dem Verderben vorbeugen wollte, kochte man die Eier hart und verschenkte sie zu Ostern....

Herzliche Grüße
Ihre
Carolin Lüdemann

Karriere-Tipps bei W&V

Ab sofort gibt Carolin Lüdemann Karriere-Tipps auf W&V Werben und Verkaufen. Neben anderen Experten – wie zum Beispiel Hermann Scherer – verrät der Business-Coach, wie man die Karriereleiter empor klettert, ohne dabei über die eigenen (oder fremde) Füße zu stolpern.

Zu den Karriere-Tipps bei W&V